Bei diesem Thema schlafen 77% der Chefs und HRler
In einer Ära, in der Talente Mangelware sind, die Erwartungen steigen und Loyalität nicht garantiert ist, wird die Bindung von Mitarbeitern für Unternehmen zu einer essenziellen Fähigkeit. Genau das behandelt der HRM Hacks Podcast mit Arndt Schmidtmayer, einem HR-Experten, Coach und Chief People Officer mit langjähriger Erfahrung.
Gastgeber Alexander R. Petsch, der das HRM Institut gegründet hat, unterhält sich mit ihm über die tatsächlichen Kosten von Fluktuation, den strategischen Wert der Retention und die Bedeutung des Empowerments jenseits eines bloßen Schlagworts.
Retention: Das unbeachtete Spielfeld im HR Recruiting ist seit geraumer Zeit ein Thema – vom Active Sourcing über das Employer Branding bis hin zur Automatisierung von Bewerbungsprozessen. Aber was passiert, wenn die kostspielig gewonnenen Talente nach kurzer Zeit wieder gehen?
Retentionsarbeit setzt genau an dieser Stelle an – Schmidtmayer zufolge ist dieser Bereich im Vergleich zum Recruiting „mindestens 10 bis 15 Jahre zurück“. Die Auswirkungen unzureichender Mitarbeiterbindung sind sowohl auf wirtschaftlicher als auch auf kultureller Ebene enorm.
Vom Recruiting zum Retention-Zeitalter: Ein Paradigmenwechsel
„Recruiting kostet viel. Retention ist ökonomisch. „Wirksamkeit des Empowerments.“ – Arndt Schmidtmayer. Das Gespräch macht rasch deutlich: Wer seine bestehenden Mitarbeiter:innen tatsächlich versteht, einbezieht und fördert, spart nicht nur Geld, sondern etabliert auch eine stabile Kultur. In Zeiten der Unsicherheit hat Gold großen Wert.
Die moderne Arbeitswelt, die durch Homeoffice, hybride Modelle und eine zunehmende Individualisierung gekennzeichnet ist, erschwert es jedoch, emotionale Bindungen zu schaffen. Logos auf Laptops können echte Beziehungen nicht ersetzen. Hier ist echtes People Management erforderlich, kein System-Klickdenken.
Retention richtig angehen: Die Sinek-Strategie
1. WHY – Warum Retention (jetzt) entscheidend ist
In Anlehnung an Simon Sineks Modell „Start with Why“ gliedert Schmidtmayer das Thema Mitarbeiterbindung in drei eindeutige Stufen: Der „War for Talents“ ist längst nicht mehr nur ein Buzzword – er ist Realität geworden.
- Die Rekrutierung wird zunehmend herausfordernder, kostspieliger und langwieriger.
- Zur selben Zeit nimmt die emotionale Bindung an Unternehmen ab.
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